die Firma

SAARBIKE

über 30 Jahre Werkstatterfahrung garantieren einiges an Know How.
Die Zielsetzung ist ganz einfach:

Kunden und Motorräder aller Couleur in Punkto Technik möglichst umfassend bedienen.




 

Das Motorrad...

...hat für die wenigsten ihrer Besitzer bloß die Daseinsberechtigung als reines Transportmittel. In der Regel spielen da weit mehr emotionale Impulse mit, die sich mit Worten wie "Freizeit-, Sportgerät", "Frauenersatz (oder Männerersatz ;-)", "Objekt der Begierde" der "Vehikel zur Selbstdarstellung" oder "der Ausdruck eines Lebensgefühls" umschreiben lassen.
So wichtig wie die Emotionalien des Besitzers für ihn sind, wird dessen Fahrmaschine von uns genommen.

Dabei spielen Hersteller, Hubraum, Leistung und Alter des Geräts keine Rolle.
Eine 850er Norton oder 250er Benelli aus den 70ern wird nicht weniger pfleglich behandelt als eine GSXR1000 oder ZX10R von 2014

Mit Hilfe unseres Leistungsprüfstandes werden die Motorräder auf Drehmoment- und Leistungsschwächen geprüft und auf eine homogene Leistungsentfaltung hin abgestimmt.



Früher war alles besser...

Das höre ich immer wieder und muss sagen: Zumindest wurde früher mehr Motorrad gefahren.

Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre kam eine Fahrleistung von nicht mehr als 5000 Km im Jahr eher selten vor. Die meisten der damaligen Kunden haben 10-20 TKm geschafft.
Heute kommen Motorräder alle 1-2 Jahre höchstens zur Inspektion (was natürlich auch an den längeren Serviceintervallen liegt), manche Reifen werden nur wegen des Alters erneuert, die Anzahl der Mechaniker in der Werkstatt ist stark gesunken, Motorinstandsetzung und Tuning sind selten geworden. Lediglich die Oldtimer- und Klassik-Szene verzeichnet einen Aufwärtstrend.

In der Folge sinken die Absatzzahlen, Motorradwerkstätten werden seltener und die Mechaniker können von ihrem Gehalt keine Familie mehr ernähren.
Auch an mir geht das nicht vorbei. 1997 beschlossen und zum 31.12. 1999 ausgeführt, habe ich mit Blick auf die kommenden Veränderungen (zB. die Grubenschließungen) meine Vollselbständigkeit aufgegeben. Seit dem führe ich ein kleines "Wochenendunternehmen" im Nebenerwerb. Natürlich mit der unverzichtbaren Unterstützung der besten aller Ehefrauen.
Immerhin arbeite ich auch während der Woche als Angestellter noch immer in meinem Beruf (Werkstattleiter Motorrad, Zweiradmechanikermeister an der Hebebühne, Mädchen für alles), bleibe so auch "up to date". Und noch immer macht der Job Spass...



Elektrik

Für ältere, alte und sehr alte Motorräder oder Umbauten/Racing deren elektrische Anlage nicht mehr passt, fertigen wir Kabelbäume nach Maß an. Auf Wunsch inclusive moderner Zündanlage.

mehr über Elektrik hier ->



EINSCHRÄNKUNGEN:

Ich betreibe mein Geschäft nur noch als sogenannten Nebenerwerb und bin daher nur Samstags von 09:00-18:00 Uhr in der Werkstatt anzutreffen. Ausnahmen bestätigen die Regel.



Roller

Für Scooter / Roller wird weder Wartung noch Instandsetzung durchgeführt.

Ich kann Teile liefern (auch für Tuning) und wenn mir jemand einen sauberen Motor (made in Europe oder Japan) ausgebaut bringt, lasse ich vielleicht noch mit mir reden.




 

Warum? Ein Beispiel:

Ein chinesischer 4-Takt-Roller (mit deutschem Label) von einem bis dahin guten Kunden findet den Weg zu mir. Dieser hatte ihn für seinen Sohn gebraucht bei Ebay gekauft, ist dafür fast 800 Km gefahren und hat viel zu viel Geld ausgegeben. Der Allgemeinzustand und die 36800 Km auf der Uhr haben mich gleich entsetzt, ich gab ihm also den Tip, den Kauf rückgängig zu machen. Das wollte er jedoch nicht.

Notgedrungen schaute ich mir das Ding genauer an:
Reifen, Bremsen, Luftfilter etc. waren völlig runter und eine Menge mehr, wie sich vermuten ließ. Mein KV für große Inspektion mit allen unbedingt nötigen Reparaturen belief sich auf 485.- €. Und das war ein reiner Freundschaftspreis! Der Kunde erteilte mit schmerzverzerrtem Gesicht den Auftrag, das Teil fahrbereit zu machen und konnte ihn 'ne gute Woche später abholen.

Weitere 3 Monate später stand das Ding vor der Werkstatt als ich morgens ankam und das Telefon klingelte schon beim Öffnen der Tür: "... du hast sie wohl nicht mehr alle! Was hast du mit dem Roller gemacht?! Nach ein paar mal in die Schule fahren war er schon wieder kaputt... " etc.
Also nochmal gucken: Nun 41270 Km, Motor fest, kein Öl drin. So rief ich den Kunden zurück und erklärte ihm die Sachlage:
Rund 4500Km sind nicht ein paar mal in die Schule und zurück, regelmäßig nach dem Öl schauen sollte er schon und dass die Möhre so lange gehalten hat ist ein absolutes Wunder. Scheinbar hat er mir zu keiner Zeit geglaubt, ließ den Schrott einfach bei mir stehen und ist auch mit seinem Motorrad nie wieder gekommen.

Das alles ist nun ein paar Jahre her und ich ärgere mich noch heute, dass ich diesen Auftrag nicht rundweg abgelehnt habe.
Nee Leute, sowas passiert mir nicht mehr.



Bringt Roller zu denen, die Roller reparieren. Ich repariere Motorräder.



meine Standardabsage für Bewerbungen:

Also, ganz ehrlich: Die meisten Absagen ... suchen wir jung und dynamisch mit langjähriger Erfahrung (aber natürlich nicht älter als 25, schon garnicht über 40 und bestimmt zu nix mehr zu gebrauchen) ... haben uns dann schweren Herzens für einen Mitbewerber entschieden....(weil der ist billiger und widerspricht nicht) ....blablabla..... zu alt, zu weiblich, nicht deutsch genug oder....
Das kennst du alles sicher schon.

Mich haben sie mal (noch immer Männchen, Bj. 1961) in einer Absage als "Frau Fitzr" und "meinen späteren Kinderwunsch" angesprochen.
Zwei Zeilen tiefer kam dann ... "Flexiblität die wichtigste Eigenschaft" ... "männlich geprägte Branche" ... uwU (= und weiterer Unsinn).

1999, ich hatte bereits geplant, meinen damals noch gut laufenden Betrieb mit Blick auf Grubenschließungen und Entlassungen bei den nahen Industrien zu schließen, da der Einbruch absehbar war. Also meldete ich mich frühzeitig beim Arbeitsamt. So ziemlich das Erste, was ich dort zu hören bekam war "...in Ihrem Alter (ich war 38) sind Sie nicht mehr vermittelbar..."
Glücklicherweise hatte ich schon eine Zusage, musste aber bis zum 1.3. warten und nur 2 Monate Arbeitslosengeld beanspruchen.




Nun zu deiner Bewerbung bei mir:

Also, ganz ehrlich:
Die meisten Absagen ... suchen wir jung und dynamisch mit langjähriger Erfahrung (aber natürlich nicht älter als 25, schon garnicht über 40 und bestimmt zu nix mehr zu gebrauchen) ... haben uns dann schweren Herzens für einen Mitbewerber entschieden....(weil der ist billiger und widerspricht nicht) ....blablabla..... zu alt, zu weiblich, nicht deutsch genug oder....
Das kennst du alles sicher schon.

Mich haben sie mal (noch immer Männchen, Bj. 1961) in einer Absage als "Frau Fitzr" und "meinen späteren Kinderwunsch" angesprochen.
Zwei Zeilen tiefer kam dann ... "Flexiblität die wichtigste Eigenschaft" ... "männlich geprägte Branche" ... uwU (= und weiterer Unsinn).

1999, ich hatte vor, meinen damals noch gut laufenden Betrieb mit Blick auf Grubenschließungen und Entlassungen bei den nahen Industrien zu schließen, da der Einbruch absehbar war. Also meldete ich mich frühzeitig beim Arbeitsamt. So ziemlich das Erste, was ich dort zu hören bekam war "...in Ihrem Alter (ich war 38) sind Sie nicht mehr vermittelbar..."
Glücklicherweise hatte ich schon eine Zusage, musste aber bis zum 1.3. warten und nur 2 Monate Arbeitslosengeld beanspruchen.



Ich kann dir leider weder Job noch Ausbildung bieten, denn (wenn auch meine Webseite mehr daher machen sollte) es handelt sich bloß um einen winzigen Ein-Mann-Nebenerwerbs-Betrieb. Und jenes arme, kleine Männchen schafft es kaum, sich selber am Leben zu erhalten, geschweige denn Frau und Kinder!
Das geht garnicht, unmöglich, keine Chance!

Letztlich kann ich dir nur einen Tipp geben - den aber (zum letzten Mal) für Lau:
Bilde dich weiter, suche dir einen anderen Job oder wenigstens nicht im Saarland und - wenn du unbedingt dabei bleiben willst - möglichst eine/n Partner/in mit intellektuellem Hintergrund und SUUUUPER-Verdienst, Erbe, geh betteln oder zieh' um ins Kloster, da isses billiger.
Bayern ist ganz gut oder Ausland, da kann man manchmal einigermaßen davon leben. Denn in dieser Branche - zumindest hier im Saarland - ist es gerade noch möglich, als Single in einem Wohnklo zu überleben. Hast'e Partner oder sogar Kinder, die auf dich angewiesen sind, überlebst entweder Du oder dein Ehepartner. Wenn du zu lange wartest, weder noch. Und die Kinder enden in der Gosse.

Glaub' mir! Ich mache diesen Job seit weit über 30 Jahren, kann nix anderes, bin also darauf angewiesen und sehe dieser Entwicklung lange Zeit zu.
Seit den 1980er Jahren wird es immer schwerer, mit diesem Beruf zu überleben. Seit damals warte ich darauf, dass Mechaniker wie ich ordentlich bezahlt werden.
Heute - als "Branchenfossil" - habe ich keine Chance mehr, aus diesem Strudel nochmal raus zu kommen. Ich kann lediglich hoffen, daß unser Berufszweig kurz vor dem Aussterben noch mal eine Renaissance erlebt.
Spätestens dann kommen aber bestimmt Elekto-Motorräder....

Also:
Such dir was Anderes.

so long
Kasi



PS: Diesmal noch umsonst. Ab nächsten Monat muss ich auch für diesen Rat Geld nehmen.

Ich brauch's halt.



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