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Vergaser Ultraschall-Reinigung



Ultraschall wird seit langem zum Reinigen von kleineren Geräten, komplexen Teilen und Materialien mit strukturierter oder besonders empfindlicher Oberfläche eingesetzt um hartnäckige Verschmutzungen bei gleichzeitigem Schonen der Oberfläche zu entfernen. Selbst in den tiefsten Winkeln in die das Reinigungsmittel dringen kann, wird der Dreck abgelöst.

Das Prinzip der Reinigung ist Kavitation, was die Bildung und Auflösung von Hohlräumen in Flüssigkeiten durch Druckschwankungen beschreibt.

Eine Reinigungslösung (meist den speziellen Materialien und Verschmutzungen angepasst) wird per Ultraschall in extrem hohe Schwingungen (20 KHz – 2 MHz) versetzt, das in der Flüssigkeit vorhandene Ultraschallfeld erzeugt Wellen mit Über- und Unterdruck.
Trifft eine solche Unterdruckwelle auf einen Gegenstand (das zu reinigende Objekt), bilden sich an kleinen, als "Keime" fungierenden Luftbläschen mit Dampf gefüllte Hohlräume. Beim Auftreffen der darauf folgenden Hochdruckwelle auf den Hohlraum steigt der Druck darin durch dessen Kompression wieder über den Sättigungsdampfdruck. So kondensieren die Dampfblasen. Und zwar schlagartig mit Schallgeschwindigkeit. In diesen Druckspitzen herrschen bis zu 100.000 bar.
Solche zyklisch entstehenden und verschwindenden Hohlräume bearbeiten quasi die Oberfläche und reinigen sie damit. Schmutz und andere Anhaftungen werden so gelöst.

Leider wird häufig der Fehler gemacht, ein komplexes Teil (beispielsweise Motorradvergaser) einfach komplett wie es ankommt in das Reinigungsgerät zu legen und danach dem Kunden wieder genauso in die Hand zu drücken.



In einem solchen Fall kann die Flüssigkeit mit Sicherheit nicht überall hinein dringen, da größere Luftblasen sie aussperren. Dort, wo diese Luftblasen sitzen findet also keine Reinigung statt.
Hinzu kommt, dass gelöste Verschmutzungen auch durch äußeres Abblasen mit Druckluft nicht aus den Kanälen heraustransportiert werden können.

Ergo: Der Dreck ist teilweise lose, bleibt aber drin und kann auch wieder anhaften. Und Reste der meist aggressiven Reinigungsflüssigkeit befinden sich auch noch immer im Vergaser, was nach einer Weile zu Schäden an den Materialien führt. Da reichen 24 Stunden manchmal schon aus, dass die Leerlaufgemisch-Schraube nie wieder zu bewegen ist.




 

Die einzig sichere Methode:

Vergaser komplett zerlegen, im Ultraschallbad reinigen, danach ordentlich ausblasen. Gelenke, Wellenlagerungen etc. schmieren und akkurat zusammenbauen.
Der Vorteil, dass hierbei auch gleich schadhafte wie verschlissene Teile (ev. Schwimmernadelventile oder Schiebernadeln) in den Blick fallen, ist genauso wichtig wie die Reinigung selbst.
Nur so kann der Vergaser seine Funktion wieder komplett erfüllen.





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