allgemeines
Zündkurve
Einpritzer/fuel injection
Vergaser/caburettors
Kolben/piston
Auspuff
Die Funktion des Prüfstandes:

Rollenprüfstand

Tatsächlich gemessen wird bei einem Rollenprüfstand wie unserem die Beschleunigung der 500Kg schweren Rolle.
Manche Prüfstände messen mit Wirbelstrombremse, was aber eine höhere Fehlerquote ergeben kann. Gewicht und Durchmesser einer 500Kg-Rolle ändern sich nicht spontan, Zustand und Temperatur einer Wirbelstrombremse schwanken.

Also Rollendrehzahl x Zeit. Und dieses Verhältnis in kurzen Abständen wiederholt gemessen lässt einen sehr genauen Schluss auf die Beschleunigung und somit Leistung und Drehmoment zu. Das kann simpel errechnet werden.

Im direkten Anschluss an die Messung wird ausgekuppelt und der Prüfstand erfasst nun die Geschwindigkeit, mit der die Rollendrehzahl abnimmt. Abzüglich des eigenen Rollwiderstandes an den Lagern (dieser wird bei DIN-geprüften Leistungsprüfständen regelmäßig gemessen und dem Rechenprogramm als feste Größe mitgeteilt), kann nun die sogenannte Schleppleistung ermittelt werden. Vom Abrieb der Reifen über Kardan/Kette, Getriebe bis zur ausgerückten Kupplung wird diese Verlustleistung gemessen.
Nun kann die Kupplungsleistung errechnet werden. Auch ganz simpel.

Die vom Hersteller und in den KFZ-Papieren angegebene Leistung ist die Kurbelwellenleistung des Motors.
Der deutsche TÜV addiert zum Beispiel zu der Kupplungsleistung 2-3% als angenommenen Verlust an Primärtrieb und Kupplung (Schlupf) hinzu und nimmt das als Kurbelwellenleistung an. Der so errechnete Wert wird beispielsweise bei einer Leistungsänderung (Drosselung oder Tuning) dann in die Papiere eingetragen.

Die reine Hinterradmessung hat den Nachteil, dass bei zu strammer Kette bzw. schwergängigem Endantrieb oder Getriebe der Schluss auf die Motorleistung nur sehr ungenau möglich ist. Letztendlich interessiert ja bei der Abstimmung zunächst einmal die Motorleistung.

Der Verlust am Antriebsstrang kann jedoch viel über dessen Zustand und/oder die verwendeten Öle Aussagen. Bei manchen Fahrzeugen kann über ein anderes Motor- bzw. Getriebeöl, eine bessere (oder einfach nur neue) Kette und/oder korrekte Spannung einiges der Verlustleistung wieder hereingeholt werden.




 

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