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oft gestellte Fragen
Losbrechmoment

Das "Losbrechmoment" beschreibt die Kraft, die zur Überwindung einer Haftreibung von Nöten ist und den Übergang in die Gleitreibung einleitet.



Ein Beispiel für Haftreibung:

Ein Metallklotz liegt auf einer schiefen Ebene (Metallplatte), rutscht aber nicht herunter.

Die Anziehungskraft ist geringer, als die nötige Kraft um den Metallklotz in Bewegung zu bringen.




 


Oberflächen sind nie ideal glatt sondern haben immer eine gewisse Rautiefe.
Die Flächen verzahnen sich inneinander. Findet Bewegung ersteinmal statt, ist die Reibungskraft im folgenden stets geringer.
Werden die Oberflächen durch Öl getrennt, findet eine Reibung nur im Öl selbst statt. Hier ist der Viskositätsindex des Schmiermittels maßgebend.
Unser Metallklotz schwimmt also auf dem Schmiermittel.



Die Motorradgabel betreffend liegt an allen Stellen von Stand- und Tauchrohr die sich berühren Haftreibung vor (Gabelsimmerringe, Gleitringe).

Soll die Gabel sich bewegen, muß die Haftreibung überwunden werden. Die nötige Kraft wird als Losbrechmoment bezeichnet.

Benötigt die Gabel ein hohes Losbrechmoment, reichen kleinere Unebenheiten nicht aus, um die Gabel eintauchen oder ausfedern zu lassen. Das bedeutet, daß Fahrbahnunebenheiten, die der Reifen nicht ausgleicht, direkt in das Fahrgestell eingeleitet werden.
Das betrifft nicht nur das Einfedern sondern auch das Ausfedern!
Als Folge kann das Rad den Bodenkontakt verlieren, das Rad "Springt"



verspannte Gabel

Um die Verspannung zu lösen, müssen folgende Schritte ausgeführt werden:

- Motorrad so aufbocken, daß das Vorderrad keinen Bodenkontakt hat.
- Vorderrad, Kotflügel, die Klemmung der unteren Gabelbrücke und die Steuerkopfmutter ordentlich lockern
- Kontrollieren, daß alles komplett locker ist und nichts mehr spannt.
- Verschraubungen in folgender Reihenfolge festziehen:
1. Klemmung der Standrohre in der unteren Gabelbrücke
2. Vorderradbefestigung (je nach Modell Achklemmung nach der Radachsenmutter)
3. Steuerkopfmutter
4. Kotflügelbefestigung (und ev. Gabelbrücken)


Diese Vorgehensweise hilft nur, wenn alle Teile in Ordnung sind und nichts verbogen ist.
Zudem zielt die obige Beschreibung auf eine Standard-Telegabel ab.

Für Fehler in diesem Text oder Schäden, die durch Befolgen dieser Beschreibung entstehen oder später auftreten, übernehme ich keinerlei Haftung!




 

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